Wesseling. Zwei Tage Remmidemmi in der City: die Stadt am Rhein feierte ihr großes Stadtfest. Wegen der Bauarbeiten am Rheinufer fand das Open-Air-Konzert auf dem Rathausplatz statt, und zwar am Freitag (siehe Extra Bericht).
Sonntag dann herrschte den ganzen Tag Trubel in der City. Im Rheinpark zeigten im Rahmen der Wessinale viele Künstler ihre Werke, in der Stadt selber herrschte ein fast unüberschaubares Angebot an Möglichkeiten zum Mitmachen.
Auf drei Bühnen zeigten viele Vereine, Gruppen, Kindergärten und Schulen sowie Privatleute ihr Können, daneben gab es unzählbar viele Stände, an denen man sich informieren konnte, spielen, Sport treiben, oder leckeres Essen und Trinken angeboten wurde.
Gut besucht war zum Beispiel der Stand der Evonik, wo zum Preis von zwei Euro köstliche Fruchtcocktails angeboten wurden. Gleich gegenüber bei der Shell war auch viel los: "Natürlich sind wir hier, um Präsenz zu zeigen, aber durch den Kerosinunfall besteht erhöhter Informationsbedarf bei der Bevölkerung", sagte Shell Pressesprecher Constantin Graf von Hoensbroech.
Reger Andrang herrschte vor der Karnevalsbühne: viele Wesselinger Vereine holten die fünfte Jahreszeit in den Sommer, schwangen das Tanzbein und ernteten viel Applaus. Der Kunstverein hatte sich auch in diesem Jahr wieder eine besondere Aktion einfallen lassen: alle Wesselinger sind Künstler Rheinbett 669. Die Besucher bemalten Rheinkiesel und klebten diese auf ein blaues Holzbrett auf, welches die Rheinschleife von Wesseling symbolisierte.
Im Rheinpark fand die Wessinale statt. Auf der Kunstmeile hatten die Besucher die Auswahl zwischen vielen attraktiven Stücken. Malerei, Bildhauerei, Schmuck, Keramik, Bekleidung und Arbeiten aus Ton, Holz, Glas und Metall wurden gezeigt und auch verkauft.
Im Rathaus wurde die Ausstellung "Das WesselingProjekt" eröffnet. Hier kann man noch bis 31. August die Stadt aus Sicht von vier Künstlern sehen. Torsten Gripp, Markus Nischk, Fredrik Erichsen und Harald Lülsdorf haben Fotos von Wesseling gemacht, und die Bilder abstrahiert. " der Betrachter ist durch die Abstraktionen gezwungen, genau hinzuschauen und vergleiche schon vorhandenen Bildmustern in seinem Kopf herzustellen", sagte Gripp.
Die vier Künstler nutzten bei ihren Streifzügen durch die Stadt die moderne digitale Fotografie Softwareprogramme, mit denen die Bilder später künstlerisch verfremdet wurden. Die schönsten Motive wurden auf T-Shirts gedruckt, außerdem auf 8000 Postkarten. Die Postkarten liegen im Rathaus aus, und können von den Bürgern kostenlos mitgenommen werden.

















