Von Montserrat Manke
Urfeld. Bis ins Mittelalter kann man die Geschichte der Junggesellenvereine im Rheinland zurück verfolgen. Es waren Gemeinschaften, die sich nach festen Ritualen, manchmal auch schriftlichen Satzungen jährlich neu, aber immer in gleicher Form und Struktur formierten. Sie hatten und haben sich der Förderung des Brauchtums, von Glaube und Sitte verschrieben, der Heimatliebe, aber auch des Frohsinns und Scherzes.
Seit 1883 hat Urfeld einen solchen Verein, und der Junggesellenverein Freundschaftsbund Urfeld hält eine ganze Menge von Frohsinn und Tradition, das konnte man in dem alten Rheinanliegerdorf vergangenes Wochenende im Festzelt und beim großen Umzug einen Tag später erleben: Samstag war die Hütte voll, und bis auf eine kleine Auseinandersetzung sei alles friedlich abgelaufen, sagte Vorsitzender Stephan Krause (26): "Wir hatten ein super Fest", sagte auch sein Vize André Hartmann.
Kein Wunder, denn alle 23 aktiven Mitglieder (ab 18 Jahren kann man dabei sein) waren im Einsatz für ihre Gäste. Sonntag wurden beim Frühschoppen die befreundeten Junggesellenvereine empfangen, und nicht weniger als 15 machten mit ihren Maipaaren die Aufwartung und gingen auch im Umzug durch das Dorf mit.
Mit dem Fest werden die Aktivitäten der Junggesellen (laut Satzung dürfen nur Urfelder Mitglied werden) finanziert, und diese bestehen im Sommer hauptsächlich darin, jedes Wochenende befreundete Vereine zu besuchen um dann dort unter anderem auch in den Umzügen mitzugehen.
Ansonsten treffen sich die Vereinsmitglieder mindestens einmal im Monat im Vereinslokal auf der Rheinstraße, außerdem wird das Maifest ausgerichtet, ein Stiftungsfest zelebriert, es gibt eine jährliche Vereinstour und einen Ausflug in der Weihnachtszeit.
Wer nun Geschmack an den Aktivitäten der durchweg jungen Urfelder gefunden hat: Der Verein freut sich über neue Junggesellen, mehr Infos und viele tolle Fotos findet man auf der Homepage unter www.jgv-urfeld.de .
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